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25. Juli

Lehrermangel - Wackersberg ist überall

Demonstration vor Bergkulisse im Landkreis Bad Tölz: von rechts: Hubert Aiwanger, Albert Orterer 3. v.r., Mitte mit orangefarbenem Hemd Bürgermeister Bauer aus Wackersberg, Christian Kögl mit weißem Hemd.

Der Lehrermangel an bayerischen Schulen greift um sich. Die Freien Wähler unterstützten deshalb vor Ort eine Elterninitiative in der Gemeinde Wackersberg im Landkreis Bad Tölz.

FW-Landesvorsitzender Hubert Aiwanger und FW-Bildungssprecher Christian Kögl trafen Eltern, die mit einem Mahnfeuer auf Ihre Schulprobleme aufmerksam machen. Mit der Aktion reagieren die betroffenen Eltern auf den Lehrermangel in Bayern. Zugleich wollen sie erreichen, dass an ihrer Grundschule in Wackersberg keine jahrgangskombinierten Klassen zum Einsparen von Lehrkräften gebildet werden. Mit dabei ist Albert Orterer, der mit seiner Elterninitiative im Jahr 2008 über 136.000 Unterschriften für mehr Lehrer an Bayerns Schulen sammelte, nachdem im Jahr 2007 bereits 180.000 Unterschriften gesammelt wurden. Die Reaktion der Staatsregierung auf die Unterschriftenaktion sei jedoch enttäuschend, so Orterer.

Die Grundschule muss wohnortnah und überschaubar sein. Klassengrößen von 25 Schülern sollten die absolute Obergrenze sein, fordert Hubert Aiwanger. Bereits jenseits der Klassenstärke von 20 Schülern wird es zunehmend schwierig, den Unterricht entsprechend zu gestalten, wie Praktiker berichten. Grundsätzlich müssen mehr Mitsprache und Entscheidungsspielraum bei der Schule, den Eltern und Kommunen sein, um individuell gute Lösungen verwirklichen zu können, meint FW-Bildungssprecher Christian Kögl.

Im Schuljahr 2006/07 wurden 422 Lehrerstellen an den Volksschulen gestrichen. Zur regulären Klassenbildung standen sogar 735 Lehrkräfte weniger zur Verfügung. Im Doppelhaushalt 2007/2008 wurden mehr als 1600 weitere Lehrerstellen an den Volksschulen gestrichen, anstatt die übergroßen Klassen mit 30 oder mehr Kindern abzubauen und die Zahl der "Mobilen Reserven" deutlich zu erhöhen, um massive Unterrichtsausfälle zu verhindern, so Kögl. Ein Schlag ins Gesicht von Eltern ist die aktuelle Meldung, dass im kommenden Schuljahr 2008/09 von den 1735 Bewerbern nur 424 als Beamte und 341 Lehrkräfte in einen Zeitvertrag übernommen werden. So werden sich leider 970 erfolgreich ausgebildete Lehrkräfte bei der Agentur für Arbeit melden müssen. Würden mehr Lehrer eingestellt, wäre es möglich, zusätzlich den Unterrichtsausfall zu reduzieren und eine individuelle Förderung an den Schulen anzubieten. Verstehen kann man die Eltern, die auf Plakaten fordern, "Bessere Bildungspolitik - CSU minus 50%", so Hubert Aiwanger.