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23. Januar

Politik muss mehr auf Mittelstand und Regionalität setzen

Zu Börsencrash und Verlagerung des Nokiawerkes:

Die aktuellen Turbulenzen an den Börsen sind genauso wie die überraschende Verlagerung des Nokiawerkes von Bochum nach Rumänien typische Begleiterscheinungen einer globalisierten Wirtschaft, die zunehmende Unruhe in die Bevölkerung hineinträgt. FW-Landesvorsitzender Hubert Aiwanger: "Die Politik kann solche Erscheinungen zwar nicht ganz verhindern, es gilt aber, stabilisierende Elemente im Wirtschaftsablauf zu pflegen, und dazu zählt in erster Linie der regional verwurzelte Mittelstand. Man kann - einfach gesagt - familiengeführte Metzgereien durch nicht mehr erfüllbare Anforderungen und Bürokratie zum Aufhören zwingen, so dass die freiwerdenden Marktanteile zu international tätigen börsennotierten Branchenriesen wandern, bei denen die Kinder der bisherigen Mittelständler dann als Leiharbeiter auf dem Schleudersitz sitzen oder man kann die Rahmenbedingungen so setzen, dass die Familienunternehmen weitergeführt werden können. Aktuell betroffen sind allein bei diesem Beispiel Metzgereien in Bayern mehrere tausend relativ krisenfeste Arbeitsplätze im Mittelstand. Dieses stille Sterben nimmt niemand zur Kenntnis, während der Verlust von einigen tausend Nokiaarbeitsplätzen zu Recht die halbe Republik erschüttert.

Man kann mehr auf regionale Energieversorgung setzen oder sich politisch in die Abhängigkeit von Monopolisten hineinmanövrieren. Dieses Spiel lässt sich an zig anderen Beispielen wiederholen. Es dient nicht der Stabilität von Wirtschaft und Gesellschaft, wenn immer mehr Bereiche börsennotiert werden. Es ist auch kein Vorteil für die Weltgemeinschaft mehr darin zu sehen, dass das Nokiawerk vor zehn Jahren mit 88 Millionen Euro Subventionen in Bochum hochgezogen wurde, trotz Gewinn jetzt verlassen wird und in Rumänien wieder mit Zuschüssen des rumänischen Staates neugebaut wird, während Rumänien am Tropf der EU hängt und die entlassenen Mitarbeiter in Bochum mit Mitteln des europäischen Sozial- und Globalisierungsfonds aufgefangen werden sollen. In spätestens zehn Jahren wird das Werk aus Rumänien nach Afrika verlagert werden, wie gewohnt begleitet von Protesten der fassungslosen Belegschaft und nicht ernst gemeinten Forderungen der Politik, die Subventionen müssten zurückgezahlt werden. Etwas mehr Krisensicherheit und Stabilität sind für eine Gesellschaft wichtiger als das reine Schielen auf das Bruttosozialprodukt, dessen Früchte sich immer unausgewogener verteilen.

Mit anderen Worten: Soviel Globalisierung wie nötig, soviel Heimat wie möglich!"