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26. Januar

Freie Wähler warnen vor Angriff auf die Bildungsfreiheit

Erst das Büchergeld, jetzt Studiengebühren

Die Freien Wähler wenden sich gegen die Einführung von Studiengebühren für das Erststudium. Landesvorsitzender Armin Grein: "Bayern ist das Bundesland mit der höchsten Bildungsungerechtigkeit in Deutschland. Nun werden weitere Hürden aufgebaut, die den Zugang zur Bildung für mittellose Familien erschweren, wenn nicht sogar verhindern. Jeder weiß, wie wichtig Bildung als Zukunftsfaktor ist. Die Politik der Staatsregierung führt aber dazu, dass Bildung immer mehr zum Privileg derer wird, die mehr besitzen."

Das Argument für die Einführung von Studiengebühren, dass damit die Qualität der Lehre an den Hochschulen verbessert werden könne, weisen die Freien Wähler zurück. Zuerst müssen die vielen brach liegenden Ressourcen an den Hochschulen genutzt werden, bevor man in die Taschen derjenigen greift, die ohnehin am wenigsten haben. Große Vorwürfe erheben die Freien Wähler gegen das Wissenschaftsministerium und die Hochschulleitungen: In den Studien- und Prüfungsordnungen ist genau geregelt, was die Studenten lernen müssen. Es gibt aber keine verpflichtenden Standards, wie dieses Pensum vermittelt werden soll, von einer wirksamen Kontrolle der Lehre ganz zu schweigen. Armin Grein: " Hier ließe sich noch vieles verbessern. Auf diese Qualitätskontrolle bei der Lehre ist bislang viel zu wenig geachtet werden."

Als besonderen Skandal betrachten es die Freien Wähler, dass in den Hochschulen und Ministerien schon überall Pläne für Studiengebühren in den Schubladen liegen, aber noch keine Lösungen erkennbar sind, wie mittellose Studierende zumindest auf Darlehensbasis diese Gebühren bezahlen sollen. Die FW erwarten daher schnellstens Vorschläge, wie eine Darlehensregelung gerade für finanziell schlecht gestellte Studenten aussehen soll.

Paradoxer Höhepunkt der Konzeptionslosigkeit sind Überlegungen aus dem Wissenschaftsministerium, aus den Studiengebühren sogar noch Förderungen für besonders begabte Studenten zu finanzieren. Armin Grein: "Das geht wirklich nach Prinzip: "Studenten zahlen für Studenten", aber man könnte es auch anders nennen: Das "Münchhausenprinzip", nämlich sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen. Aber das funktioniert nur im Märchen."

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