Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles


Aktuelles aus dem Landtag

Informationen zur Landtagsfraktion der Freien Wähler Bayern finden Sie unter www.fw-landtag.de.


Aktuelles aus dem Europaparlament

FW in Europa - Für ein Europa der Bürger und Regionen!

Website unserer Europaabgeordneten Ulrike Müller



Onlineshop FW-Werbemittel

Druck- und Streuartikeln der FREIEN WÄHLER finden Sie in unserem Werbemittelshop unter http://werbeshop.fw-bayern.de!


Anmeldung zu unserem Newsletter

Sie wollen unsere aktuellen Informationen direkt bekommen?
Dann melden Sie sich einfach hier an!


Seiteninhalt

24. Juni

Grein: Kinderbetreuung in ländlichen Regionen droht der Kahlschlag

Betreuungsangebote müssen Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen

Die Freien Wähler Bayern (FW) fürchten gravierende Auswirkungen für die Betreuung von Kindern im ländlichen Raum, falls der Bayerische Landtag am kommenden Mittwoch den Entwurf der Staatsregierung für das neue Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz verabschieden sollte.

Mit dem neuen Gesetz soll die staatliche Förderung von Kindergärten von der bisherigen Gruppenförderung auf eine nutzungszeitbezogene Förderung umgestellt werden. FW-Landesvorsitzender Armin Grein: "Damit droht vielen Kindergärten im ländlichen Raum das Aus. Die vielen Kleingruppen, die es gerade im dünn besiedelten ländlichen Raum gibt, können dann nicht mehr wie bisher finanziert werden. Die klammen Gemeinden und die Eltern werden vielfach nicht in der Lage sein, die anfallenden Mehrkosten aufzubringen."

Bürgermeister Johann Deuerlein, Landesvorsitzender der FW-Wählergruppe, kritisiert das neue Finanzierungskonzept der Staatsregierung: "Mit dem Budget, mit dem bisher 360.000 bis 370.000 Kinder vor allem im Alter von drei bis sieben Jahren betreut wurden, sollen in Zukunft unsere Kinder von null bis 14 Jahren betreut und gebildet werden. Stand bisher das Geld für die Kindergärten zur Verfügung, kommen nun auch noch Kinderkrippen, Horte sowie die Tagespflege dazu. Es steht schon jetzt fest, dass sich in Bayern der Personal-Kind-Schlüssel verschlechtern wird. Dabei liegen wir gegenwärtig im Vergleich der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit einem Schlüssel von 1:21,5 ohnehin schon weit über dem internationalen Durchschnitt von 1:14,8."

Die FW befürchten, dass Bayern durch die Auswirkungen des neuen Gesetzes im Bildungsbereich noch weiter von der europäischen Spitze abgehängt wird. Grein: "Die neuen Richtlinien werden dazu beitragen, dass in Bayern die soziale Herkunft noch stärker als bisher über den weiteren Bildungsweg unserer Kinder bestimmen wird."

Die Freien Wähler fordern:

  • die Beibehaltung der gruppenbezogenen Förderung,
  • Kindergartengruppen, deren Größe sich am altersbedingten Betreuungsbedarf orientiert. Die Gruppengröße soll 15 Kinder nicht übersteigen,
  • die bedarfsgerechte Anpassung des Personal-Kind-Schlüssels, damit individuelle Förderung und Bildung z.B. von verhaltensauffälligen, behinderten oder Kindern mit Sprachdefiziten erfolgen kann,
  • eine enge Kooperation von Kindertagesstätten und Grundschulen mit einem verpflichtenden Vorschuljahr für alle Kinder,
  • Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie:
    1. Bedarfsgerechter Ausbau von Kindertagesstättenplätzen, insbesondere von Krippen- und Hortplätzen
    2. Familiengerechte Öffnung der Betreuungsstätten und –zeiten. Insbesondere die Bedürfnisse berufstätiger Eltern sind zu berücksichtigen

Die FW unterstützen deshalb auch die Protestkundgebung von Eltern und Pädagogen gegen das Gesetzesvorhaben am 25.6.2005 in München.

Zurück