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17. Juli

Schüleroutfit und Disziplinlosigkeit gehen alle an

Freie Wähler zur aktuellen Schuldebatte

Freie Wähler stellen sich gegen Pauschalurteile und mahnen neues, partnerschaftliches Verhältnis der Schulbeteiligten an. Eltern und Schule dürfen vom Freistaat nicht alleingelassen werden, Schulen müssen mehr Freiraum erhalten.

München - Die Freien Wähler Bayern fordern eine Neujustierung in der bayerischen Schulpolitik. Anlässlich der jüngsten Schülerbeschimpfungen ("Unhöflich, Unpünktlich, Schlampig") von Bremens Schulsenator Willi Lemke und der wundersamen, fast biblisch anmutenden Lehrervermehrung (angeblich 5300 neue Lehrer, von denen aber 3800 als Ersatz von Pensionierungen dienen) der bayerischen Kultusministerin treten die FW für eine neue, sach- und realitätsorientierte Bildungspolitik ein.

Einer der Kernpunkte ist die einvernehmliche Hinführung auf ein wirklich partnerschaftliches Verhältnis zwischen Schule, Schülern und Eltern. Die stellvertretende FW-Landesvorsitzende Eva Gottstein:" Wir brauchen in unserer gesellschaft ein neues Verständnis für die Schule. Schüler, Lehrer und Eltern müssen gemeinsame Werte an ihrer eigenen Schule entwickeln und dafür einstehen. Dabei kommt jedem der Beteiligten eine eigene Rolle zu, bei der der Staat entsprechende Unterstützung zu leisten hat. Eltern müssen sich mehr beteiligen können, Lehrer dürfen angesichts der verstärkt auf sie zugekommenen Erziehungsaufgaben, die von Eltern in manchen Fällen nicht mehr erbracht wird, nicht alleingelassen werden. Auf diese zusätzlichen Anforderungen muß durch entsprechende Aus- und Fortbildung und durch eine zielgenaue psychologische Unterstützung eingegangen werden ".

Nach Auffassung der FW könnte eine solche Entwicklung durch eine sog. Schulvereinbarung, die zwischen Schülern, Lehrern und Eltern getroffen wird, erfolgen - ähnlich den in der freien Wirtschaft schon jetzt funktionierenden Betriebsvereinbarungen. Diese Schulvereinbarung kann für jede einzelne Schule ein anderes, spezifisches Gesicht erhalten. So erreicht man eine stärkere Identifikation und ein erhöhtes Verantwortungsgefühl aller Schulbeteiligten. Hier ist dann Platz für individuelle Lösungen für Fragen wie Schülerkleidung, Disziplin und Sozialkompetenz.Voraussetzung dafür ist eine stärkere Autonomie, auch im Budgetbereich,für die einzelnen Schulen.

Die Freien Wähler setzen sich zusätzlich für eine Aufwertung von Grund- und Hauptschulen ein. Hier, wie aber auch in anderen Schulformen, muss die Schaffung von Freiräumen und vermehrten Betreuungsangeboten sowie eine stärkere individuelle Förderung des einzelnen Schülers im Vordergrund stehen. Gerade vor dem Hintergrund der PISA-Studie ist auch für Bayern ein Mittelfeldplatz im internationalen Vergleich kein Ruhmesblatt. Gefragt sind konkrete Verbesserungen, keine populistischen Beschimpfungen, aber auch keine Zahlentricksereien.

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